Namen der Rosen - Multiflorarambler Erlkönig
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Erlkönig

Erlkönig

Multiflora :: Geschwind, Österr.Ungarn, 1886

Herzlichen Dank für das Foto von Udo Karl aus der Rosengalerie von Christine Meile

 
Namensgeber

Erlkönig

Die Ballade Ellerkonge wurde erstmals aus dem dänischen von Johann Gottfried Herder (1744-1803) übersetzt. Jedoch wurde Eller = Elfe fälschlich übersetzt mit Erle. Bei Erlen, so wurde früher vermutet, hausen böse Geister, Nebelfrauen, Irrlichter und Hexen. Die bekannte Ballade von Johann Wolfgang von Goethe interpretiert den Erlkönig ebenfalls als albtraumhafte Darstellung des Aberglaubens:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? - Siehst Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? - Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel ich mit dir; Manch bunte Blumen sind an dem Strand, Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? - Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; In dürren Blättern säuselt der Wind. -

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön; Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Erlkönigs Töchter am düstern Ort? - Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau: Es scheinen die alten Weiden so grau. -

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.« Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind, Er hält in den Armen das ächzende Kind, Erreicht den Hof mit Mühe und Not; In seinen Armen das Kind war tot.

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