Namen der Rosen - Gallicarose Empress Josephine
Namen der Rosen Biografien der Namensgeber der Alten Rosen
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Rose

Empress Josephine

aka :: Impératrice Josephine, Souvenir de l'Impératrice Josephine, Francofortunata, Agatha
Gallicarose :: Descement, F, vor 1815

Herzlichen Dank für das Foto aus der Rosengalerie von Christine Meile

 

Namensgeber

Marie - Joséphe Rose de Beauharnais (1763 - 1814)

geboren am 23.07.1763 als Tochter des Zuckerplantagenbesitzers Tascher de la Pagerie auf Martinique, wo sie auch aufwuchs.

Sie heiratet 1779 Vicomte Alexandre de Beauharnais, mit dem sie nach Paris zog. Hier wurden ihre zwei Kinder Eugène (1781) und Hortense-Eugènie (1783) geboren. Bereits nach 6 Jahren wird die Ehe geschieden. Nach der Trennung führt sie ein aus- schweifendes Leben in der Pariser Gesellschaft und unterhielt auch Kontakte zu Gegnern der Revolution. Alexandre wird 1794, nachdem er sich mit Marie-Joséphe wieder ausgesöhnt hatte, verhaftet und wegen Hochverrats hingerichtet. Marie-Joséphe wird ebenfalls inhaftiert, aber nach Ende des Terrors freigelassen.

1795 beginnt sie eine Affaire mit Paul Barras, einem der fünf Direktoren, die Frankreich zwischen 1795 und 1799 regierten. Durch ihn trifft sie Napoleon Bonaparte, den sie am 9. März 1796 mit 32 Jahren heiratet. Er ändert ihren Namen in Joséphine. Mit ihren guten gesellschaftlichen Kontakten auch zur Direktoriumsgesellschaft wurde sie zu einer wichtigen Stütze Napoleons. Ihre Motive für die Heirat sind unklar, da sie gegenüber ihren Freunden offen zugibt, seine Gefühle nicht zu erwidern.

Am 02.12.1804 wird sie von Napoleon zur Kaiserin gekrönt. Sie wird als charmant, witzig, intelligent und schön beschrieben. Aber sie war auch extravagant und ungebildet. Doch die Ehe bleibt kinderlos und Napoleon wünscht einen Erben. 1809 wurde die Ehe geschieden. Joséphine zog sich, materiell weiterhin gut versorgt, nach Malmaison zurück.

Sie hatte das kleine Schloß südlich von Paris 1799 erworben und ihrem persönlichen Geschmack entsprechend eingerichtet. Joséphine wollte möglichst alle bekannten Rosensorten in Malmaison kultivieren. Daher hielt sie Kontakt zu den bedeutendsten europäischen Rosengärtnereien und Baumschulen, um die begehrten Rosenstöcke erhalten zu können. Das war teilweise mit erheblichen politischen Schwierigkeiten verbunden. Außerdem entstanden mehrere heute noch berühmte Blumenbücher. Bei ihrem Tod 1814 enthielt ihr Rosengarten rund 250 Rosensorten. Leider wurde er 1870 zerstört.

Sie stirbt, vermutlich an Diphterie, in Malmaison mit 50 Jahren am 29. Mai 1814.